Deutschland reguliert medizinisches Marihuana für schwer kranke Patienten
Das deutsche Kabinett billigt ein Gesetz, das es Ärzten erlauben wird, medizinisches Marihuana und Cannabisextrakt zu verschreiben.
Dieses Projekt richtet sich an schwer kranke Patienten, für die es keine therapeutische Alternative gibt, und finanziert die Behandlungen mit öffentlichen Geldern.
Gesundheitsminister Hermann Gröhe erklärte: “Unser Ziel ist es, dass schwerkranke Patienten die bestmögliche Versorgung erhalten.”.
Bislang hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 650 deutschen Patienten eine spezielle Genehmigung zum Kauf von medizinischem Cannabis erteilt; diese Genehmigung wird künftig nicht mehr zwingend erforderlich sein, ein ärztliches Rezept genügt.
Nach dem neuen Gesetz übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Cannabisbehandlungen, die bisher von den Patienten selbst getragen werden mussten. Laut Gesetzesentwurf belaufen sich die Kosten für eine monatliche Behandlung auf 540 bis 1.800 Euro.
Laut dem Gesundheitsministerium werden Qualitätskontrollen und wissenschaftliche Studien über den therapeutischen Nutzen von medizinischen Cannabisbehandlungen durchgeführt, an denen Patienten teilnehmen werden.
Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Regierung, erklärte, es handele sich nicht um eine harmlose Substanz und schloss eine Legalisierung zum Freizeitgebrauch aus.
“Wir nutzen das Potenzial, ohne die Gesundheit der Bürger zu gefährden. Das ist eine moderne Apotheken- und Gesundheitspolitik”, erklärte er.
Brunnen: Die Welt