Cannabis-Referenden wurden parallel zu den US-Wahlen abgehalten.

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Cannabis-Referenden wurden parallel zu den US-Wahlen abgehalten.

Gestern fanden zeitgleich mit der Präsidentschaftswahl auch Cannabis-Referenden statt. Im Mittelpunkt dieser Referenden standen die Entkriminalisierung und der legale Konsum von Cannabis in verschiedenen US-Bundesstaaten. Insgesamt wurden 124 Referenden in 32 Bundesstaaten abgehalten, einige davon befassten sich explizit mit Cannabis.

Die Uneinigkeit unter den republikanischen Führungsfiguren in der Frage der Legalisierung und die Umfragen deuten darauf hin, dass die USA auf eine weitverbreitete Legalisierung von Marihuana zusteuern, sowohl für therapeutische als auch für nicht-medizinische Zwecke. Die Akzeptanz von Marihuana in der amerikanischen Gesellschaft wächst, was während der Covid-19-Pandemie zu zusätzlichen Steuereinnahmen führen könnte.

Oregon geht noch einen Schritt weiter. Die Wähler entscheiden beispielsweise darüber, ob ihr Bundesstaat als erster in den USA den Konsum harter Drogen entkriminalisiert. Die Hochburg der Demokraten könnte als erster den Besitz von Heroin, Kokain oder LSD zum Eigengebrauch legalisieren. Die zur Abstimmung stehende Initiative sieht Geldstrafen von bis zu 100 US-Dollar oder die Teilnahme an Drogenrehabilitationsprogrammen vor. Jimmy Jones, Direktor einer NGO für Obdachlose, erklärt: “Die Verhaftung von Suchtkranken ist eine grausame Strafe, da sie ihnen einen Strafregistereintrag einbringt, der ihr Leben zerstört.” Ein Verband von Staatsanwälten warnt hingegen: “Die Entkriminalisierung des Besitzes der gefährlichsten Drogen wird deren Akzeptanz nur erhöhen.”.

Cannabis würde Einnahmen für das Finanzministerium generieren.

In New Jersey, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat an der Ostküste, befürworten zwei Drittel der Einwohner die Legalisierung von Marihuana. Es ist erwähnenswert, dass Marihuana in diesem Bundesstaat seit 2016 für medizinische Zwecke legal ist. Schätzungen zufolge würde es im Jahr 2021 126 Millionen US-Dollar an Umsatzsteuereinnahmen generieren. Der demokratische Senator Nicholas Scutari erklärte dazu: “Wir hätten damit eine neue Branche, ähnlich wie den Spirituosenhandel oder die Bierindustrie.”.

Die Ergebnisse in New Jersey sind bereits bekannt: 67% spricht sich für den Freizeitkonsum von Marihuana aus, 33% dagegen.

Das Hauptargument der Befürworter dieser Maßnahme lautet, dass die Normalisierung des Produkthandels die öffentlichen Kassen erheblich füllen würde. Diese Einnahmen könnten größtenteils zur Abmilderung der Auswirkungen von Covid-19 auf das Gesundheits- und Bildungswesen verwendet werden.

“Vielleicht brauchten wir das Geld vorher nicht, aber jetzt, mit Blick auf das Szenario nach der Pandemie und die Sparmaßnahmen, brauchen wir es ganz sicher”, sagt Michael McQueeny, ein Anwalt, der für eine Firma aus der Cannabisbranche in New Jersey arbeitet.

Die Cannabisbranche ist ein aufstrebender und gut organisierter Sektor. Sie trägt erfolgreich dazu bei, die puritanischen Traditionen des Amerikas des 20. Jahrhunderts zu überwinden. Von 1996 bis heute haben 33 Bundesstaaten und der District of Columbia Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert – ein Weg, der sich als trojanisches Pferd erwiesen hat. Bereits 2018 prognostizierte eine Studie von Deloitte: “Der Cannabiskonsum wird viel schneller alltäglich werden, als die meisten erwartet haben. Es besteht ein starkes Bedürfnis, der Welt zu zeigen, dass eine gut regulierte und professionalisierte Branche einen positiven Beitrag zur nationalen Wirtschaft leisten kann.”.

Cannabis-Referenden können den Konsum entkriminalisieren

Die demokratische Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris erklärte in ihrer Debatte mit Mike Pence in Bezug auf die Cannabis-Referenden: “Wenn wir gewinnen, werden wir den Konsum auf Bundesebene entkriminalisieren.”.

Republikanisch geprägte Bundesstaaten, darunter auch Arizona, eine Hochburg der Konservativen, zeigen sich zunehmend offener für die Legalisierung. Umfragen zufolge haben die Befürworter einen klaren Vorsprung. Die immer einflussreichere Cannabisindustrie ist überzeugt, dass, sollte Arizona sich anschließen, viele konservative Bundesstaaten wie Dominosteine folgen werden.

Sturges Karban, Leiter der Logistikabteilung für weiche Drogen bei ManifestSeven, sagte gegenüber Bloomberg: “2016 ging man davon aus, dass eine konservative Regierung weniger aufgeschlossen sein würde. Jetzt ist die Legalisierung von Cannabis unausweichlich.”.

Unternehmen, die mit Cannabis und seinen Derivaten handeln, haben in der Endphase des Wahlkampfs starke Kursgewinne an der Börse verzeichnet.

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