In Paraguay beginnt die Debatte über die Legalisierung von Marihuana.
Am vergangenen Donnerstag erklärte der Minister des Nationalen Anti-Drogen-Sekretariats (Senad), Luis Rojas, dass er einer Debatte über die Legalisierung von Marihuana nicht abgeneigt sei.
“SENAD vertritt eine klare institutionelle Position: Es ist illegal, weil es im Gesetz so festgelegt ist, und es muss bekämpft werden; das Gesetz steht nicht zur Debatte. Wir sind aber auch eine politische Institution und werden eine Debatte anstoßen, damit das Gesetz letztendlich auf Grundlage wissenschaftlicher Daten angepasst werden kann.” Er fügte hinzu: “Wir dürfen uns einer Debatte nicht verschließen.”.
Luis Rojas erklärte außerdem auf dem Gipfeltreffen der Drogenbekämpfungsbehörden des Gemeinsamen Marktes des Südens (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela), dass das Problem nicht gelöst sein werde, wenn Paraguay Marihuana legalisiere, während Brasilien, das einer der größten Cannabiskonsumenten ist, das Verbot aufrechterhalte.
In Uruguay ist der Verkauf von Marihuana unterdessen noch nicht eingeführt worden, obwohl im Dezember 2013 ein Gesetz zur Regelung des Handels und der Produktion von Marihuana verabschiedet wurde.
Brunnen: Amerikanische Wirtschaft