Die Möglichkeit der Legalisierung von Marihuana im Vereinigten Königreich wird erwogen.

Die Möglichkeit der Legalisierung von Marihuana im Vereinigten Königreich wird erwogen.

Politiker aller Parteien im Vereinigten Königreich kandidieren für die Legalisierung von Marihuana.

Als erstes muss man bedenken, dass laut einer Studie der Liberaldemokraten jährlich 2,2 Millionen Menschen im Alter zwischen 16 und 59 Jahren im Vereinigten Königreich Cannabis konsumieren.

Eine Studie des neoliberalen Thinktanks Adam Smith Institute argumentiert, dass “die Regierung erkennen muss, dass die Legalisierung von Cannabis die einzig wirkliche Lösung für die Kriminalitäts- und Suchtprobleme des Landes ist. Sie muss modernisieren und legalisieren.” Der ehemalige Vorsitzende der Liberaldemokraten ist derweil der Ansicht, dass “britische Politiker endlich die Augen vor den Entwicklungen im Rest der Welt öffnen müssen. Das Marihuanaverbot wird von der öffentlichen Meinung, die sich für eine verantwortungsvolle Legalisierung ausspricht, hinweggefegt.”.

Die Studie zielt darauf ab, Mindestqualitätsstandards für Cannabis zu gewährleisten, kriminelle Organisationen aus dem Bildungsbereich fernzuhalten und zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt sowie den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu sichern. Sie argumentiert zudem, dass die geltenden Gesetze ineffektiv seien und die Strategie Großbritanniens in dieser Angelegenheit gescheitert sei.

Darin wird auch erläutert, dass dadurch jährlich bis zu 6 Milliarden Pfund generiert werden könnten, von denen 1 Milliarde Pfund in die Staatskasse fließen könnte. Diese Einnahmen würden zudem die Gerichtskosten senken, da in England und Wales etwa 1.400 Menschen wegen Marihuana-bezogener Delikte inhaftiert sind.

Der Bericht enthält eine Stellungnahme der Weltgesundheitsorganisation, wonach das Verbot zu diskriminierenden Maßnahmen geführt und Menschenrechtsverletzungen begünstigt habe, während es gleichzeitig Menschen, die es aus gesundheitlichen Gründen benötigten, den Zugang verwehrt habe.

Die ehemalige US-Außenministerin Jacqui Smith befürwortet eine Regulierung und erklärt: “Wir müssen die Vorurteile und die ganze Negativität, die damit verbunden ist, überwinden und eine neue Drogenstrategie entwickeln, die in Großbritannien tatsächlich funktioniert.”.

Kanada ist das erste G7-Land, das Cannabis für den Freizeitgebrauch legalisiert hat, und immer mehr US-Bundesstaaten ziehen nach. ”Großbritannien muss seine eigene Politik überdenken, um sicherzustellen, dass dieser wachsende Markt legitim und reguliert ist und nicht von mafiösen Organisationen kontrolliert wird“, erklärt Sam Bowman, Geschäftsführer des Adam Smith Institute.

Brunnen: Die Welt