Echter Mehltau
Echter Mehltau ist eine Krankheit, die die oberirdischen Teile von Cannabispflanzen befällt, insbesondere in gemäßigten und subtropischen Regionen. Sie lässt sich anhand ihrer Symptome relativ leicht erkennen. Typischerweise bilden sich auf der Blattoberseite Pusteln oder Flecken aus pulverförmigen Hyphenmassen und Fruchtkörpern. Die Farbe der Flecken variiert von weiß bis gräulich. Bei starkem Befall und günstigen klimatischen Bedingungen kann der Pilz auch andere Pflanzenteile befallen.
Echter Mehltau ernährt sich von seinem lebenden Wirt, indem er Haustorien in die Epidermiszellen aussendet, um die notwendigen Nährstoffe aufzunehmen. Diese Form der Nährstoffaufnahme verändert den Stoffwechsel der infizierten Zellen, wie beispielsweise Atmung und Transpiration, irreversibel.
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Die betroffenen Organe sterben schließlich ab und fallen zu Boden.
Kontrollmethode
Die vorbeugende Anwendung von Schwefelbehandlungen verlangsamt die Entwicklung dieser Krankheitserreger deutlich. Wie immer verringert die Entfernung von Pflanzenresten von Feldern und Anbauflächen die Dichte des infektiösen Inokulums.
Um diesen Pilz zu verhindern, sollten wir in unserem Anbauraum eine relative Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten, die 651 % nicht übersteigt und 401 % nicht unterschreitet.